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Der Erfolgszirkel

Artikel vom Donnerstag, 08.03.2018 Hannoversche Allgemeine


 

Copyright HAZ Foto: Bernd Haase

Langenhagen.  In der Kita „Kleine Füße“ an der Hackethalstraße in Wiesenau herrscht gerade Mittagsruhe. Die Kinder schlafen, die Erzieherinnen räumen ein wenig auf. Im Gruppenraum schweben zwei silberne Luftballons, eine Eins und eine Null. Vor zehn Jahren ist hier ein ehemaliges Geschäft für Feuerlöscher umgebaut und damit die Grundlage für den heutigen Langenhagener Kitazirkel mit insgesamt fünf Einrichtungen gelegt worden.

Im Jahr 2007 benötigte Irina Tänzer, Geschäftsleiterin des Vereins, selbst einen Krippenplatz für ihr Kind, den sie aber nicht fand. „Zu der Zeit waren gerade die Regeln für die Elternzeit geändert worden, und das führte zu einem starken Andrang auf die Kitas“, berichtet Tänzer. Angesichts von  150 Eltern, die in  Langenhagen auf den Wartelisten standen, beschloss sie, die  Dinge anders anzugehen. Außerdem hatte die Sozialpädagogin Vorstellungen, wie es in einer Kita laufen sollte, die sie verantwortet: „Ich wollte eine Krippe schaffen, in der sich alle zuhause fühlen – Kinder, Team und auch die  Eltern“, sagt sie.

Das Credo „kleiner, feiner, partnerschaftlicher“ stieß auch bei anderen Eltern auf offene Ohren. Sie stellten sich auf den Marktplatz, starteten Fragebogenaktionen und suchten gleichzeitig nach passenden Immobilien. Die erste fanden sie an der Hackethalstraße. Schon der Umbau des Ladengeschäfts war nicht zuletzt eine Gemeinschaftsangelegenheit der Eltern – „anders wäre es auch gar nicht gegangen“, betont Tänzer. Am 1. März 2008 wurde eröffnet.

Beim Kitazirkel gelten Grundhaltungen und Werte in Bezug auf die Kinder und auch auf die Eltern. „Wir sehen jedes Kind als wertvoll und einzigartig, ohne Einschränkung“, heißt es etwa. Eltern seien „willkommene Gäste, Partner, Mitgestalter und Ideengeber.“ Das Konzept ist bindend. „Wir setzen auf den Sinnesbereich und auf Kreativität, bieten auch Ausflüge oder Aktionen im Wald an“, sagt Ann-Kathrin Kähler, Leiterin der Kita „Kleine Füße“. Dabei könne aber jedes Kind selbst entscheiden, was es machen möchte. Für Eltern steht morgens ein Café zur Verfügung.

Was Tänzer und ihre Mitstreiterinnen wie Melanie Lindenkamp da auf die Beine gestellt haben, findet Anklang. Seit 2009 sind vier weitere Kitas mit den schönen Namen Krümelkiste, Krümelhausen, Wichtelhagen und Wimmelburg hinzugekommen. Insgesamt besuchen 155 Kinder eine Einrichtung des Zirkels. 60 Erzieher, Kinderpfleger und Sozialassistenten kümmern sich um sie. Personalprobleme kennt der Verein bisher nicht. „Wir bilden selbst aus, und die Leute bleiben gern bei uns“, nennt Tänzer einen Grund dafür.

Ob noch eine weitere Kita hinzukommt, weiß die Geschäftsleiterin nicht. „Die bisherigen Umbauten waren immer anstrengend. Aber es war auch so, dass wir uns am Ende in das verliebt haben, was entstanden ist“, sagt sie. Wenn also ein geeignete Immobilie zur Verfügung stünde und der Bedarf da sie... 

Unter www.kitazirkel.de kann man sich über die Angebote informieren. Oder man reserviert sich den 23. Juni. Dann will der Verein den Geburtstag mit einem großen, öffentlichen Sommerfest in der Krümelkiste in der Straße am Bahndamm feiern.

Von Bernd Haase